Informationszentrum Benchmarking

Innovationen sind keine Zufallsprodukte, sondern vielmehr Ergebnisse von intensiver Zusammenarbeit mit Kunden, bei der vorrangig auf Erfahrungen gegenwärtiger Produkte zurückgegriffen wird. Durch diese Form der Kooperation wird bereits ein erhebliches Potenzial des Beziehungskapitals erschlossen. Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen durch eine zu starke Fokussierung auf die innerbetriebliche Verbesserung eigener Produkte und Prozesse ihre Sicht auf Rahmenbedingungen zu sehr beschränken. Wichtige Innovationsimpulse durch technologische, wirtschaftliche und politische Veränderungen im Unternehmensumfeld werden infolge dessen deutlich zu spät wahrgenommen, um daraus strategische Vorteile zur Positionierung am Markt zu gewinnen. 

Benchmarking kann zur Identifizierung von Verbesserungspotentialen in Innovations-prozessen einen wesentlichen Beitrag leisten. 

Methode:

Kern des Vorgehens bildet eine Benchmarking Analyse, die die Innovationsfähigkeit von Unternehmen misst und bewertet. Das Alleinstellungsmerkmal des Vorgehens besteht in der gezielten Untersuchung der Rolle des Struktur-, Beziehungs- und Humankapitals bei der Generierung von Innovationen. Diese Betrachtungsperspektive entstammt dem Wissensmanagement und macht den Menschen mit seinem Wissen, seinen Fähigkeiten und Eigenschaften zu einem zentralen Faktor im Innovationsgeschehen. 

Das Vorgehen kann man dem branchenunabhängigen Benchmarking zuordnen. Den Kern dieser Methode stellt der Vergleich von den Prozessen anderer Branchen dar. Diese sind gezwungenermaßen die Betrachtungsgrundlage, da andere Benchmarking Objekte, wie zum Beispiel Produkte und Strategien unterschiedlicher Branchen kaum Ähnlichkeiten aufweisen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass mit einer relativ hohen Bereitschaft zum Informationsaustausch zu rechnen ist, weil die Teilnehmer in einem geringen Konkurrenzverhältnis zueinander stehen. Branchenunabhängige Vergleiche bergen weiterhin große Verbesserungs- und Innovationspotenziale, da für interne Problemstellungen subjektiv neue, aber schon praktisch erprobte Lösungsansätze gefunden werden können. Grundvorrausetzung bilden natürlich entsprechende Übertragungsmöglichkeiten der betrachteten Praktiken.